Internationales Kunstsymposium 2021 »Gespiegelte Zeit«

Plan zum Park

Es gibt jetzt einen Plan zur Galerie auf dem Plagwitzer Friedhof.

 

Es ist die einzige Galerie, die derzeit geöffnet ist.

 

Ein beachtenswertes
»Kunstprojekt im öffentlichen Raum«

Die GEDOK Mitteldeutschland beteiligt sich aktiv an der Umgestaltung des Plagwitzer Friedhofs in einen Parkfried-hof.

Spartenübergreifend arbeiteten seit 2015 mehr als 35 Künstler*innen aus den Bereichen Bildende Kunst, Komposition, Darstellende Kunst wie Performance, Fotografie, der Audio- und Videokunst, Konzeptkunst sowie der Literatur an diesem Projekt mit. So entstanden inzwischen im Rahmen der Internationalen Kunstsymposien zahl-reiche Werke der Malerei, einige Objekte für den öffentlichen Raum sowie tem-poräre Arbeiten der Komposition, der Konzeptkunst und Performances.

Ergebnisse der Malerei und Objektkunst werden für mindestens ein Jahr oder länger in den öffentlichen Freiluftgalerien gezeigt. Es sind derzeit 41 Kunstwerke auf dem Gelände und an den äußeren Friedhofsmauern des Parkfriedhofs zu sehen, die jederzeit bzw. zu den Öffnungszeiten des Friedhofs kostenlos besichtigt werden können. Begleitend erschien, bis auf eine Ausnahme, zum jährlichen Symposium eine Dokumen-tation, die ausführlicher über die Werke und Künstlerinnen Auskunft gibt (sie liegen im Büro Stockmannstr. aus).

Mit dem Einrichten des ersten »Via Regia Begegnungsort« 2018 im Leipziger Westen, Ergebnis der Vernetzung der GEDOK Mitteldeutschland mit der »Via Regia Sculptura« und dem Via Regia Begegnungsraum Sachsen, verändert und entwickelt sich der Kunst-Ort »Parkfriedhof Plagwitz« ständig weiter.

Hinter all dem steht die Projektleiterin und Künstlerin Dagmar Zehnel, die meist im Ehrenamt, die konzeptionel wurde sie hier besonders von zahlreichen Mitgliedern des GEDOK-Mittel-deutschlands e. V. und den Mitarbeitern vor Ort in Kooperation mit dem Ev.-Luth. Friedhofsverband e. V.

Durch die kontinuierliche Förderung der Stadt Leipzig, besonders des Referates für Gleichstellung, die LEIPZIG STIFTUNG, die Landesdirektion Sachsen, das Stadtumbaumanagement Leipziger Westen, zahlreiche Spender* innen, sowie der ehrenamtlichen Unterstützung der Künstlerinnen konnte dieses Projekt jährlich realisiert werden.

Die Symposien:
2015 »Leben und Tod«
2016 »religio«
2017 »Kreuzwege - Lebenswege«
2018 »Via Regia Begegnungsort«
2019 »Stille - zwischen Abwesenheit  

         und Kreation«
2020 »Un-Fassbare Zeit«
2021 »Gespiegelte Zeit« (Erscheinungsjahr Plan)

Ausschreibung

Ausschreibungsunterlagen werden mit Beginn des Projektes versendet.

 

Das Thema »Gespiegelte Zeit« ist von Grund an eine spielerische Idee. Die Vergangenheit spiegelt sich in der Erinnerung, in Fotos, auf Grabsteinen und die Gegenwart lässt sich irgendwie physisch spiegeln. Spiegelt man einen Raum oder ein Bild entsteht Symmetrie, für viele Menschen als Harmonie empfunden. Sinnbildlich sind beide Seiten, wenn auch entgegengesetzt, gleich. So oder so ähnlich kann man das auch im Umgang mit dem Menschen sehen. Es kann nicht um Gleichschaltung gehen, dafür ist die Vielfalt viel zu schön. Es geht um Gleichstellung in der Welt, den Gesellschaften und im Leben. Trotz aller Gegensätze gibt es mehr Gemeinsamkeiten zwischen Menschen als man denkt. Bricht man den Spiegel in viele Stücke entsteht das Chaos, eine andere Form von Ordnung, dennoch eine Spiegelung von Raum und Zeit.

 

Nichts ist so wie es scheint im Spiegel. Zeit ist schwer vorstellbar. Doch sie ist, so individuell wie jeder einzelne Mensch, ein Gefühl. All dies findet man auch in einem Park, einer Landschaft, einer Stadtlandschaft, die berührt vom Unvermeidbaren, dem Tod, der Vergänglichkeit wird. Auf dem Plagwitzer Parkfriedhof entsteht eine besondere Begegnung für Künstler*innen auf der Skala des Lebens. Der Parkfriedhof bietet eine großartige Interpretations-fläche.

 

Das geplante Kunst-Projekt findet auf dem Plagwitzer Parkfriedhof, im Leipziger Westen, in unmittelbarer Nähe der Spinnerei statt und versteht sich als eine besondere Form zur künstlerischen Intervention im Öffentlichen Raum für Künstler*innen die aus Deutschland kommen und in den Bereichen Bildende Kunst und kombinierte Kunstformen vor Ort arbeiten. Ebenso werden Künstler*innen aus den Bereichen Musik (Komposition), Performance, Literatur (Lyrik und Prosa), nach dem gleichen Auswahlverfahren ausgewählt, deren Ergebnisse in drei öffentlichen Veranstaltungen am Ende des Symposiums präsentiert werden. Nach der eingeladenen Ausschreibung wird eine ausgewählte Gruppe von max. 10 Künstlerinnen treffen, um sich mit dem diesjährigen Thema »Gespiegelte Zeit« inhaltlich auseinander zu setzen, über die unterschiedlichen Herangehens-weisen und Umsetzungsmöglichkeiten zu diskutieren und um sich bei der praktischen, spartenspezifischen künstlerischen Arbeit kritisch und fachlich zu den entstehenden Arbeiten und Werken auszutauschen.

 

Künstler*innen zusammenbringen, die in ihrer Arbeitsweise, in ihrer Aussage und Formsprache außergewöhnlich und einzigartig sind und auf direkte oder indirekte Weise sich dem Thema widmen.

 

Fotos: © GEDOK Mitteldeutschland e. V.

Infos

Dieses Bild zeigt eine Detail des Werkes von Tobi Keck aus dem vergangenen Jahr.

 

An zehn Tagen werden innerhalb des Symposiums, neben der Sichtbarkeit des praktischen Arbeitens der bildenden Künstlerinnen an einem Objekt oder einer Fläche, die anderen Künste mehr oder weniger sichtbar oder hörbar sich mit dem Thema »Gespiegelte Zeit« auseinandersetzen. Das Symposium ist eine optimale Möglichkeit sich mit aktuellen nationalen und internationalen Trends, Formsprachen, Methoden, Materialen, Einsatz von Technologien usw. auseinanderzusetzen und spartenübergreifend sich gegenseitig zu inspirieren. Auf dem Gelände und in umliegenden Ateliers Leipziger Künstlerinnen in Leipzig-Plagwitz werden wir geeignete Refugien für Schreibende und Musizierende schaffen. Auf dem Gelände selbst steht uns die Kapelle zur Nutzung und als Rückzugsort zur Verfügung. Das Symposium ist für die Öffentlichkeit zugänglich. Interessent*innen können sich an den thematischen Diskussionen beteiligen, mit den Künstler*innen aller vertretenen Sparten ins Gespräch kommen oder bei den Gestaltungs-prozessen, wenn möglich teilhaben oder zuhören oder zuschauen.

 

Die Ergebnisse – der beim Symposium entstandenen Werke, werden in verschieden Veranstaltungsformaten präsentiert, vorgelesen und im Bereich bildende Kunst, werden sie dem Ev.-Luth. Friedhofsverband für die Präsentation im öffentlichen Raum übergeben. In der Bildenden Kunst können Werke in Bild und Reliefform aber auch als Objekt und in anderen bzw. temporären Formaten für den öffentlichen Raum in Leipzig entstehen, die für ca. ein Jahr oder länger in der öffentlichen Freiluftgalerie gezeigt werden. Audio-Installationen und die Videobearbeitung und Dokumentation werden auf möglichen Onlineplattformen und Websites nach dem Symposium nacherlebbar präsentiert.

 

Es werden professionell arbeitende Künstler und Künstlerinnen eingeladen ihre Ideen für das Symposium einzureichen. Eine Fach-Jury trifft eine Auswahl von 10 Teilnehmer*innen anhand der Einreichungen.