Internationales Kunstsymposium 2021 »Gespiegelte Zeit«

aus dem Fotoarchiv der GEDOK Mitteldeutschland e.V.
aus dem Fotoarchiv der GEDOK Mitteldeutschland e.V.

 

In diesem Jahr sind es Künstler*innen verschiedener Sparten, die zum Thema »Gespiegelte Zeit« ihre Idee entwickeln, diskutieren, umsetzen und zum Abschluss öffentlich präsentieren. Von der Jury für das Symposium ausgewählt wurden die folgenden Künster*innen: Nawar Alhusari, Jana Beerhold, Brunhild Fischer, Olaf Klimpel, Petra Herrmann, Anna Kaleri, Kerstin Krieg, Irene Paskali, Jelena Radosavljevic, Susanne Werdin, Lisa Wölfel.

  

Der Jury gehörten an: Dr. Carla Wagner, Sachgebietsleiterin Kunst, Kultur, Kreativität, VHS Leipzig; Julianne Csapo, Pilotenküche; Ulrike Dura, Kuratorin, Stadtgeschichtliches Museum Leipzig; Susanne Petri, Kuratorin, Museum der bildenden Künste Leipzig; Stefan Moosdorf, Ev. Luth. Friedhofsverband Leipzig. 

 

Dr. Skadi Jennicke, Bürgermeisterin und Beigeordnete für Kultur der Stadt Leipzig konnte als Schirmherrin das aktuellen Symposiums gewonnen werden.

 

 

Idee des diesjährigen Themas

Das Thema »Gespiegelte Zeit« ist von Grund an eine spielerische Idee. Die Vergangenheit spiegelt sich in der Erinnerung, in Fotos, auf Grabsteinen und die Gegenwart lässt sich irgendwie physisch spiegeln. Spiegelt man einen Raum oder ein Bild entsteht Symmetrie, für viele Menschen als Harmonie empfunden. Sinnbildlich sind beide Seiten, wenn auch entgegengesetzt, gleich. So oder so ähnlich kann man das auch im Umgang mit dem Menschen sehen. Es kann nicht um Gleichschaltung gehen, dafür ist die Vielfalt viel zu schön. Es geht um Gleichstellung in der Welt, den Gesellschaften und im Leben. Trotz aller Gegensätze gibt es mehr Gemeinsamkeiten zwischen Menschen als man denkt. Bricht man den Spiegel in viele Stücke, entsteht das Chaos, eine andere Form von Ordnung, dennoch eine Spiegelung von Raum und Zeit.

 

Nichts ist so wie es scheint im Spiegel. Zeit ist schwer vorstellbar. Doch sie ist, so individuell wie jeder einzelne Mensch, ein Gefühl. All dies findet man auch in einem Park, einer Landschaft, einer Stadtlandschaft, die berührt vom Unvermeidbaren, dem Tod, der Vergänglichkeit wird. Auf dem Plagwitzer Parkfriedhof entsteht eine besondere Begegnung für Künstler*innen auf der Skala des Lebens. Der Parkfriedhof bietet eine großartige Interpretationsfläche.

 

 

Rahmung des Symposiums

Das geplante Kunst-Projekt findet vom 1. bis 11. Juli auf dem Plagwitzer Parkfriedhof, im Leipziger Westen, in unmittelbarer Nähe der Spinnerei statt und versteht sich als eine besondere Form zur künstlerischen Intervention im öffentlichen Raum für Künstler*innen die aus Deutschland kommen und in den Bereichen Bildende Kunst und kombinierte Kunstformen vor Ort arbeiten. Ebenso werden Künstler*innen aus den Bereichen Musik (Komposition), Performance, Literatur (Lyrik und Prosa), nach dem gleichen Auswahl-verfahren ausgewählt, deren Ergebnisse in drei öffentlichen Veranstaltungen am Ende des Symposiums präsentiert werden. Nach der eingeladenen Ausschreibung wird eine von einer Jury ausgewählte Gruppe von max. 10 Künstlerinnen auf dem Parkfriedhof zusammenkommen, um sich mit dem diesjährigen Thema »Gespiegelte Zeit« inhaltlich auseinanderzusetzen, über die unterschiedlichen Herangehensweisen und Umsetzungsmöglichkeiten zu diskutieren und um sich bei der praktischen, spartenspezifischen künstlerischen Arbeit kritisch und fachlich zu den entstehenden Arbeiten und Werken auszutauschen. So können sich Künstler*innen begegnen, die in ihrer Arbeitsweise, in ihrer Aussage und Formsprache außergewöhnlich und einzigartig sind und auf direkte oder indirekte Weise sich dem Thema widmen.